19.01.2012

Marktforscher warnen vor Arbeitsplatzverlusten durch Solardeckel

In der Diskussion über die Solarförderung in Deutschland hat das Marktforschungsinstitut Prognos AG vor einem festen Deckel gewarnt. Der Projektleiter Energiewirtschaft bei Prognos, Frank Peter, sagte in Berlin, ein solcher Deckel würde beispielsweise bis zum Jahr 2016 gerade einmal ein Prozent Einsparung beim Verbraucherstromtarif bringen. Auf der anderen Seite bestünde aber die Gefahr drastischer Arbeitsplatzverluste in der Solarbranche. Unter anderem hatte Bundeswirtschaftminister Rösler im vergangenen Jahr eine Begrenzung des Photovoltaikzubaus auf 1.000 Megawatt pro Jahr gefordert. Zuvor hatte Prognos gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V ein Kurzgutachten zur Solarförderung vorgestellt. Darin rechnet der Verband mit einem Anstieg des Anteils der Solarenergie am deutschen Strommix in den nächsten vier Jahren von aktuell rund vier Prozent auf etwa sieben Prozent im Jahr 2016. Prognos erwartet, dass in diesem Fall die Strompreise um knapp zwei Prozent zulegen würden. 

Quellen: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) e.V., Prognos AG,
Zusammenfassung: PHOTON