02.08.2013

Einspeisevergütung sinkt ab August um monatlich 1,8 Prozent

01.08.2013: Die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt zum 1. August, 1. September und 1. Oktober 2013 um jeweils 1,8 Prozent. Die Degressionsschritte ergeben sich aus den nun von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Zubauzahlen für Juni 2013 beziehungsweise aus der Bilanz für den Zeitraum Juli 2012 bis Juni 2013.

Demnach wurden der Bundesnetzagentur für diese zwölf Monate Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 4,99 Gigawatt gemeldet, davon 309,2 Megawatt im Juni 2013. Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkt die Einspeisevergütung jeden Monat automatisch um ein Prozent, sofern sich der Zubau in einem Korridor von 2,5 bis 3,5 Gigawatt jährlich bewegt. Bei Abweichungen wird die Vergütungsdegression verlangsamt oder beschleunigt. Da die aktuellen Zahlen den Korridor um rund 1,5 Gigawatt überschreiten, wird die Degression um zusätzlich 0,8 Prozentpunkte auf insgesamt 1,8 Prozent erhöht.

Zuletzt war die Einspeisevergütung mit einer monatlichen Degression von 1,8 Prozent für den Zeitraum Mai 2013 bis Juli 2013 angepasst worden. Ende Oktober wird die Bundesnetzagentur die Höhe der Vergütungskürzung für das am 1. November beginnende, darauffolgende Quartal veröffentlichen. Aufdachanlagen bis zehn Kilowatt Leistung erhalten nun bei Inbetriebnahme ab dem 1. August 14,80 Cent je Kilowattstunde, ab 1. September 14,54 und ab 1. Oktober 14,27 Cent je Kilowattstunde. Größere Anlagen erhalten für den Anlagenteil von zehn bis 40 Kilowatt 14,04 / 13,79 / 13,54 Cent, für den Anlagenteil bis ein Megawatt gelten 12,52 / 12,30 / 12,08 Cent. Für Anlagenleistungen von einem bis einschließlich zehn Megawatt sowie generell für Freiflächenanlagen bis zehn Megawatt gibt es 10,25 / 10,06 / 9,88 Cent je Kilowattstunde.

Nach Auswertungen von PHOTON wurden im Juni 2013 in Deutschland insgesamt 41 Anlagen mit einer Größe von mehr als einem Megawatt errichtet. Mehr als 10.000 der neu hinzugekommenen Anlagen haben weniger als 30 Kilowatt Leistung. Die durchschnittliche Anlagengröße betrug im Juni 26,6 Kilowatt. Im Gesamtjahr 2013 wurden insgesamt 1.797,5 Megawatt neue Photovoltaikleistung hinzu gebaut. Überdurchschnittlich viel Solarleistung kam in Mecklenburg-Vorpommern hinzu. In dem Bundesland wurden im Juni neue Solaranlagen mit 132,8 Megawatt, im Mai 153,6 Megawatt, im April 102,6 Megawatt, im März 146,3, im Februar 69,5 Megawatt und im Januar 88,2 Megawatt gemeldet. Das entspricht dem drei bis sechsfachen der bisherigen Durchschnittswerte in den jeweiligen Monaten.

Quelle: ©PHOTON