02.07.2013

EU-Handelsstreit: Mindestpreise für chinesische Modulimporte als möglicher Kompromiss

Bei dem laufenden Handelsstreit der EU mit China wegen billiger Photovoltaik-Importe zeichnet sich ein Kompromiss ab.
Große chinesische Hersteller könnten mit Mindestimportpreisen für Module von
0,50 Eurocent/Watt leben, erfuhr pv magazine aus Insiderkreisen der Industrie. Käme bis 5. August eine Einigung über die laufenden Anti-Dumpingzölle zustande, könnten Anti-Subventionszölle verhindert werden, die ansonsten zusätzlich von der EU erhoben werden sollen.


Die seit 6. Juni gültigen Antidumpingzölle in Höhe von 11,8 Prozent auf kristalline chinesische Photovoltaik-Importe gelten zunächst bis zum 5. August. Werden sich China und die EU-Kommission bis dahin nicht einig, treten ab 6. August Zölle bis zu 67,9 Prozent in Kraft, die dann mindestens bis Anfang Dezember gültig sind.
Dann entscheiden die EU-Mitgliedsstaaten abschließend über das laufende Anti-Dumpingverfahren. Kommt bis 5. August kein Kompromiss zustande, hat die EU angekündigt zusätzliche Antisubventionszölle auf chinesische kristalline PV-Importe zu erlassen.
Über ein hierzu laufendes eigenes Verfahren ist eine Entscheidung ebenfalls für den 5. August angekündigt. Die Anti-Subventionszölle könnten laut Einschätzung von Industrieinsidern bis zu 90 Tage retroaktiv erlassen werden. Kommt bis dahin eine Einigung über das laufende Anti-Dumpingverfahren zustande, wären höchstwahrscheinlich auch die Anti-Subventionszölle vom Tisch.

Quelle: (Hans-Christoph Neidlein)